Licht und Schatten

… liegen sprichwörtlich nahe beieinander. Wenn es um Lichtverschmutzung geht, ist Schatten bzw. Dunkelheit fast immer besser als Licht.

Wir haben versäumt, unsere Anträge in der letzten Sitzungsrunde hier einzustellen – das möchten wir hiermit gerne nachholen und auch gleich berichten:

  • Der Antrag zur Lichtverschmutzung wurde, bis auf den Punkt des warmweißen Lichts in der anstehenden LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung, in der Sitzung der Gemeindevertretung letzten Freitag beschlossen. Zu diesem einen Punkt warten wir noch den Vorschlag der Überlandwerke ab. Der Beschluss ist gut, denn Lichtverschmutzung ist Umweltverschmutzung.
  • Ein Verkehrskonzept soll kommen – oh, das böse K-Wort. Zumindest in der letzten Legislatur konnte man sicher eine Ablehnung produzieren, wenn „Konzept“ im Titel auftauchte. Puh, diese Wahlperiode ist es nicht ganz so schlimm, aber unser Antrag, zunächst einmal die finanziellen Mittel dafür bereitzustellen (ohne es inhaltlich zu beschließen), ging schon nur knapp durch. Wir hoffen, dass nun die Gewerbesteuereinnahmen so hoch sein werden wie vorhergesagt und die Gemeindevertretung zu der Erkenntnis gelangt, dass ein Konzept mit Umsetzungs- und Finanzierungsplan besser ist als „Ey, da drüben ist ein Schlagloch!“ – „Wo?“ – „Ei, hier. Schick ma den Bauhof!“ – „Nä, der hat anderes zu tun.“ – „Ach so, ist klar.“ Übergreifendes Denken und Planen ist erfahrungsgemäß oft einfach besser als punktuell Feuerwehr spielen.
  • Ein Lastenradverleih könnte helfen, den Verkehr mit Quelle UND Ziel in Trebur zu reduzieren. Leider hat dieser Antrag es nicht geschafft, denn vor allem Freie Wähler und CDU waren dagegen, die SPD enthielt sich überwiegend. Man müsse die Ausleihe organisieren und ‚Trainings‘ anbieten. Selbst wenn – Klimaschutz kommt im Zweifelsfall nicht zum Nulltarif. Aber: Die Station und die Lastenräder würden zu 100% vom Land gefördert. Hier wäre also fast Nulltarif, doch das reicht offenbar nicht.

Nachfolgend noch die Anträge:

Pressemitteilung zum Spielplatz Mainstraße

„Eine Kommune, die Kinder nicht angemessen berücksichtigt, ist eine tote Kommune“, erklärt Andreas Swirschuk, ein Urgestein der Grünen Liste Trebur (GLT). Der Ehrengemeindevertreter zeigt sich hocherfreut, dass dem Spielplatz Mainstraße wieder Leben eingehaucht wird.
Der Spielplatz Mainstraße war bereits vor langer Zeit einmal durch eine Elterninitiative wiederbelebt und umgestaltet worden. Doch dann verfiel er mehr und mehr, die Kinder des Viertels waren erwachsen geworden und es schien, als würde sein Schicksal niemanden so recht interessieren. Vor einigen Jahren beschloss das Gemeindeparlament sogar den Verkauf. Man könnte es als glückliche Fügung des Schicksals bezeichnen, dass Abflussrohre unter dem Spielplatz verlaufen und das Gelände so für Investoren unattraktiv machen, Tiefgaragen sind nicht möglich oder viel zu teuer. Der Verkaufsbeschluss wurde zurückgenommen.
Das jetzt der Spielplatz wieder neugestaltet wird, war trotzdem nicht selbstverständlich. Es ist wieder einmal einer Elterninitiative zu verdanken. Die GLT ist sehr dankbar für dieses Engagement und freut sich über die Fortschritte. Seit Beginn ihres politischen Engagements setzt sich die GLT für Spiel- und Freizeitflächen für Kinder und Jugendliche ein. „Gerade in Zeiten wie diesen sind Begegnungsstätten im Freien für Groß und Klein von enormer Bedeutung“, kommentiert sich Fraktionsvorsitzende Sonja Mars, die gern mit ihren beiden Kindern die Treburer Spielplätze unsicher macht. Sie freut sich auch, dass Spielplatzthemen bei anderen Fraktionen der Treburer Gemeindevertretung mittlerweile einen höheren Stellenwert haben. Die Freien Wähler hätten die GLT in der Vergangenheit hier immer unterstützt und auch die Initiative der CDU zu einen Inklusionsspielplatz sei mehr als begrüßenswert.

Kiesabbau – stehen wir alleine?

Am gestrigen Mittwoch wurden im Ausschuss für Bau, Landwirtschaft, Umwelt und Energie zwei Stellungnahmen der Gemeinde zum aktuellen Vorhaben der Fa. Dyckerhoff beraten.

Da diese aus Zeitgründen nicht mehr in der Gemeindevertretung beraten werden können, war dies nun die (einzige) Gelegenheit, auf politischer Ebene Flagge zu zeigen.

Andreas Mars, der an diesem Abend Jan Stich vertrat, und Barbara Fuchs haben dies getan. Wir haben dafür gesorgt, dass nun jede Stellungnahme der Gemeinde, egal in welchem Kontext, mit „die Gemeinde lehnt das Vorhaben ab“ beginnt. Wir haben weiter angeregt, die Funktionsfähigkeit der Schiffbeladungsstelle als notwendige Voraussetzung für den Beginn der Auskiesung festzusetzen (zur Erinnerung: Die Anlegestelle ist aktuell nicht in Betrieb und es gibt weder einen Bauantrag zum Ausbau noch eine Baugenehmigung – ohne all dieses ist ab Transport über den Wasserweg mittelfristig ausgeschlossen…). Das würde die Auskiesung zumindest zeitlich einige Jahre nach hinten verschieben. Als letzten Punkt haben wir dafür gesorgt, dass – sollte die Auskiesung tatsächlich kommen – die verwendete Beleuchtung zumindest weniger natur- und umweltschädlich sein muss. Wenig Aufwand, aber hoffentlich viel Nutzen.

Wir fragen uns aber: Wo waren die anderen? Kritische Kommentare gab es nur noch von Edwin Becker, Vorsitzender der Bürgerinitiative gegen den Kiesabbau. Lediglich aus den Reihen der CDU gab es noch Nachfragen. Alle betonen, den Kiesabbau kritisch zu sehen, aber im entscheidenden Moment war es dann doch (mal wieder) nur die Grüne Liste, die sich gegen das Vorhaben einsetzte. Bedanken möchten wir uns jedenfalls beim Bürgermeister und der Verwaltung, denn auf den Entwürfen der Stellungnahmen konnten wir sehr gut aufbauen und fanden uns gut wieder.

Für uns steht fest: Wir brauchen auch weiterhin keine Auskiesung, wir müssen alle Mittel nutzen um uns zu wehren – auch eine Klage ist dabei eine realistische Option. Dafür stehen und kämpfen wir!

Gewerbegebiet? Bitte klimaneutral!

Das Bundesverfassungsgericht hat es klar und deutlich gemacht: Wir müssen JETZT etwas gegen den Klimawandel tun.
Trebur will nicht mehr hinterherrennen, sondern geht mutig voraus. Mit einem Antrag der Grünen Liste Trebur (GLT) zum ökologischen Ausbau des Gewerbegebiets „Am Bessheimer Weg“, der mit wenigen, aber zielführenden Änderungen der Freien Wähler am vergangenen Freitag die Gemeindevertretersitzung passiert hat, setzt die GLT einen ersten inhaltlichen Punkt.


„Das ist wirklich wichtig für uns, aber vor allem für die Zukunft“, stellt Sonja Mars, Fraktionsvorsitzende der GLT klar.
Die GLT fordert in dem Antrag, das Gebiet mit bestmöglicher CO2-Bilanz zu entwickeln. PV-Anlagen, Dachbegrünung sowie Zisternen können hier sinnvolle Maßnahmen sein. „Der beauftragten Projektgesellschaft ZSE werden Richtlinien für einen ressourcenschonenden Umgang mit Wasser, eine klimafreundliche Energieversorgung und zukunftsfähige Mobilitätsangebote mitgegeben“, erläutert Andreas Mars.


„Wir waren freudig überrascht, wie fraktionsübergreifend Ideen eingebracht wurden und weitgehende Zustimmung entstand“, bemerkt Jan Stich. Insbesondere, da die GLT den umfangreichen Antrag erst kurz vor der Ausschusssitzung fertig stellen konnte.


Damit setzt die gesamte Gemeindevertretung ein Zeichen und die GLT löst ihr erstes Wahlversprechen ein. Schneller waren damit nur die Freien Wähler, die das bereits bei der konstituierenden Sitzung in Form von Eiern getan haben.


Sonja Mars zeigt sich zuversichtlich, was die zukünftige Gremienarbeit mit Blick auf den Klimawandel betrifft. „Die neue Einigkeit in den Gremien bei klimarelevanten Themen macht Mut, weitere Initiativen zu starten“, schließt sie ab.

Weil die nächste Gebührenerhöhung droht: Grüne Liste Trebur fordert Umdenken beim Abfallwirtschaftsverband

„Das bereitet mir gehörige Bauchschmerzen“, kommentiert Jan Stich von der Grünen Liste Trebur den Jahresabschluss 2020 des Abfallwirtschaftsverbandes. Erneut drohen Mehrkosten beim Müll für alle Bürgerinnen und Bürger. Denn der Jahresabschluss weist einen Fehlbetrag von 870 524,37 € auf. Weil der AWV diesen Betrag nicht erwirtschaften konnte, kündigt der Verbandsvorstand bereits eine Gebührenerhöhung an, euphemistisch verpackt als „Gebührenanpassung“.

„Besonders ärgerlich finde ich die Begründung, die der Verbandsvorstand selbst für diese Fehlkalkulation gibt“, sagt Stich und zitiert aus dem Jahresabschluss: „Ursächlich für das im Jahr 2020 zu erwartende Defizit ist in erster Linie die geringere Inanspruchnahme der Zusatzleerungen.“ In den Kalkulationen zeigt sich, dass der Abfallwirtschaftsverband mit mehr als doppelt so vielen Zusatzleerungen bei Rest- und Biomüll gerechnet hatte. „Das Ergebnis dieser Fehlkalkulation ist verheerend. Weil die Menschen ihren Müll effizient reduzieren, müssen jetzt zur Strafe alle mehr zahlen“, kritisiert Stich. Diese Fehlkalkulation müsse Konsequenzen für den zukünftigen Betrieb haben, fordert er. „Das kann nicht einfach so weitergehen. Die Menschen in Trebur sehen, dass die Müllfahrzeuge viel öfter durch den Ort fahren, als sie benötigt werden. Wir alle haben den teuren und chaotisch kommunizierten Tausch sämtlicher Mülltonnen erlebt. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die Bürgerinnen und Bürger für solche ungefragten und unnötigen Dienstleistungen einfach weiter zur Kasse gebeten werden sollen.“

In einer gemeinsamen Erklärung mit der FDP hatte die Grüne Liste Trebur bereits im Februar 2019 mangelnde Kommunikation und versteckte Mehrkosten beim AWV kritisiert. „Das Kommunikationsverhalten zwischen Abfallwirtschaftsverband auf der einen, sowie Bürgerinnen und Bürgern in Trebur auf der anderen Seite ist von Anfang an problematisch“, klagt Dr. Sonja Mars, Fraktionsvorsitzende der Grünen Liste Trebur. „Die Idee des Abfallwirtschaftsverbandes war es, durch Synergien Einsparungen für die Bürgerinnen und Bürger zu erzielen“, erinnert sie. „Wenn der Abfallwirtschaftsverband jetzt im Gegenteil alle zwei Jahre immer teurer für die Bürgerinnen und Bürger wird, dann ist das Projekt gescheitert.“

Grüne Liste erlangt Vorsitz des Umwelt- und Bauausschusses

Mit 6 von 9 Stimmen ist Barbara Fuchs zur Vorsitzenden des Ausschusses BLUE gewählt worden, der neben den Themenbereichen Umwelt und Bauen auch Landwirtschaft und Energie beinhaltet.

Die Grüne Liste hat bei dem diesjährigen Kommunalwahlkampf den Klimaschutz als das Schwerpunktthema gesetzt und damit – neben den Freien Wählern – als einzige Fraktion Zugewinne erlangt.

„Wir sind mit Umweltthemen gewählt worden. Daher verstehen wir als Teil des Wählerauftrags den Vorsitz des entsprechenden Ausschusses zu beanspruchen“, ist sich die Fraktionsvorsitzende Sonja Mars bewusst.

Mit Barbara Fuchs ist eine langjährige Gemeindevertreterin erneut in das Gemeindeparlament gewählt worden, die in einer der zurückliegenden Legislaturperioden ebenfalls diesen Ausschuss leitete.

Nicht zuletzt mit dieser Erfahrung erreichte sie mit dem zweiten Platz der Grünen Liste ein überragendes Ergebnis, nachdem sie auf einem hinteren Listenplatz startete.

„Mit meiner erneuten Wahl will ich mich für den Klima- und Umweltschutz einsetzen“, setzt Barbara Fuchs erste Themen. „Nach einer fünfjährigen Unterbrechung ist mit Barbara Fuchs erneut eine engagierte Ausschussvorsitzende gewählt, die gemeinschaftliches und zielgerichtetes Handeln mitdenkt“, bemerkt Sonja Mars und ergänzt: „Das war einfach wieder nötig. Es jetzt gilt jetzt respektvoll die angestrebte und angenommene Verantwortung die nächsten fünf Jahre anzunehmen und auszufüllen“.

Pressemitteilung: Die Verkehrswende braucht ein starkes Fundament

Das Umdenken hat begonnen. Mit der Corana-Pandemie stieg die Nachfrage nach Fahrrädern enorm an. Lieferengpässe für neue Räder und Teile sind die Folge. Doch nicht nur an Teilen hapert es: Auch an Fachkräften, die diese verbauen können. Genau hier setzt Florian Meffert vom FM Radservice an. Er hat im Januar den Geinsheimer Fahrrad-Laden in der Treburer Straße übernommen. Mitten in Geinsheim, aber auch mitten im Lockdown. Die Grüne Liste Trebur (GLT) hat Ende Februar die Chance genutzt und den Zweiradmechaniker-Meister digital besucht.

„Das ist für mich eine Berufung“, sagt Meffert über seine Arbeit. Seit Januar bietet er hauptsächlich Reparaturen an. Sobald er wieder öffnen darf, will er auch wieder mit persönlichem Kontakt Räder verkaufen, doch das Hauptaugenmerk liege derzeit noch ganz klar auf den Werstattanliegen. Im Moment sei die Nachfrage nach beidem sehr groß. Das weiß auch Oliver Claus. Er kandidiert auf Liste der GLT und hat selbst ein Fahrradgeschäft in Trebur. „Es ist nicht einfach, die ganzen Wartungen und Reparaturen zeitnah zu erledigen“, erzählt er. Meffert fügt hinzu, er habe bereits 180 Aufträge, aber als 1-Mann-Betrieb erst 90 Räder wieder auf Vordermann bringen können. „Es ist natürlich super, dass sich jetzt wieder mehr Menschen auf das Fahrrad besinnen, allerdings braucht es auch eine flächendeckende Versorgung durch Werkstätten, um dauerhaft mobil zu bleiben“, fordert GLT-Fraktionsvorsitzende Sonja Mars. Auch für Lilly Bunk von der GLT ist dieser Aspekt wichtig: „Trebur selbst ist wahrscheinlich zu klein für Konzepte wie Fahrradsharing, daher muss die breite Verfügbarkeit von Rädern das Ziel sein.“

Auch ein Wachstum könnte Meffert sich vorstellen, zunächst mit einer Stelle auf Minijob-Basis. „Es ist schwierig, eine gut geeignete Fachkraft zu finden; zudem braucht eine langfristige Bindung mit Blick auf die Pandemie eine Perspektive“, erzählt er. Andreas Mars von der GLT ergänzt: „Was wir brauchen, sind öffentliches Interesse und Möglichkeiten für die Branche. Man kann nicht erwarten, dass sich etwas wandelt ohne etwas dafür zu tun.“

Meffert selbst kommt aus Mörfelden-Walldorf und ist somit neu in der Großgemeinde. „Die Menschen sind so offenherzig, es gefällt mir richtig gut hier. Allerdings gibt es wenig Einzelhandel bis gar nichts, nicht mal ein Paket kann man hier abgeben“, führt der 31-Jährige aus. Dazu sei der Verkehrslärm immens. Herausforderungen für die Zukunft seien aber auch die  Konkurrenz durch das Internet und der Fachkräftemangel. Ideen für die Zukunft gibt es viele, eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Grundschulen oder auch ein durch die GLT bereits angedachtes regelmäßiges Repair-Café.

Informationen zum Haushalt

In der gestrigen öffentlichen Informationsveranstaltung zum Haushalt hat Jochen Engel die zuvor eingereichten Fragen der Fraktionen CDU, FW und uns beantwortet. Zunächst einmal freut es uns, dass auch einige „Nicht-Politiker*innen“ den digitalen Weg gefunden haben!

Erfreulich ist, dass die Zuweisungen vom Land weiter steigen (ca. 400T EUR). Grund dafür sind Förderungen durch das Gute-Kita-Gesetz, die Gemeindeschwester und kleinere Förderungen, beispielsweise für Reparaturen. Es wurde höchste Zeit, dass das Land Hessen die Kommunen besser ausstattet. Allerdings ist unserer Meinung nach weiterhin Aufholbedarf.

Die CDU fragte, warum die Aufwendungen für bezogenen Leistungen so drastisch gesunken sind. Vergessen hat sie offenbar, dass alleine der Bereich Abfall mit 1 Mio. EUR nicht mehr im kommunalen Haushalt enthalten ist…

Die Gemeinde möchte Ökopunkte verkaufen und damit etwa 90T EUR einnehmen. Auf Nachfrage wurde gesagt, dass die „Einwerbung“ eines Ökopunkts im Mittel etwa 12 Cent kostete. Aktuell sind diese mehr als das Achtfache wert. Dies zeigt, dass Investitionen in Natur, Umwelt und Landschaft nicht nur helfen, das Klima zu retten – sie retten auch den Geldbeutel der Gemeinde.

Erstaunlich ist, dass in 2020 fast der Planansatz der Gewerbesteuer eingenommen wurde, obwohl viele Bereiche durch die Beschränkungen stark gebeutelt wurden. Wir hoffen, dies ist ein gutes Zeichen, dass das örtliche Gewerbe vergleichsweise glimpflich durch die Krise kam und kommt – das wird jedoch erst in der Zukunft genau ersichtlich sein.

Die Personalkosten steigen erneut – allerdings wohl begründet und durch die Landeszuweisungen, wie oben beschrieben, gegenfinanziert.

Insgesamt war dies eine sehr informative und zielführende Sitzung. Wir bauen nun darauf, dass die Haushaltsberatungen mindestens genauso gut ablaufen werden.

Grüne Liste „besucht“ Café zu mir

Die Gastronomie ächzt unter dem zweiten Corona-Lockdown, in Berlin werden erneut Gelder in Aussicht gestellt. Doch was heißt das konkret im Einzelfall? Die Fraktion der Grünen Liste Trebur (GLT) wollte es genauer wissen und hat im Treburer „Café zu mir“ einmal nachgefragt. Um niemanden zu gefährden, fand das Treffen rein digital statt.

Ein Jahr geprägt von Unvorhersehbarem und viel Unsicherheit liegt hinter dem gemütlichen Café an Treburs Hauptstraße. Planungssicherheit war das ganze Jahr Fehlanzeige. Sämtliche Veranstaltungen mussten scheibchenweise abgesagt werden und auch das Weihnachtsgeschäft fiel aus. „Wir haben einfach deutlich weniger Umsatz als im Jahr zuvor gemacht. Die Novemberhilfen sollen kommen, aber bisher tun sie das nicht“, resümiert Inhaberin Susan Bormann im Januar. Der Sommer sei noch in Ordnung gewesen, aber im Herbst wurde es eng. Nun sind die Reserven aufgebraucht und die beantragten Hilfen lassen auf sich warten. Die Umsatzeinbußen beziffern sie auf etwa 70 Prozent. Insgesamt fühle man sich schon etwas alleine gelassen von der Politik. „Die Unterstützung seitens der Gemeinde kann verbessert werden und dahingehend wird die Grüne Liste auch bei den Haushaltsberatungen aktiv werden“, kündigt Harald Frick, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GLT an.

Trotz alle dem ist die Stimmung des Gesprächs geprägt von Optimismus. „Es ist schön zu sehen, dass es im Ort eine Verbundenheit gibt. Wir freuen uns sehr, dass wir Rückhalt aus der Bevölkerung haben. Es gibt so viele nette Gespräche. Das tut gut“, freut sich Bormann. Die Treburer bestellen eifrig Essen zum Mitnehmen. Das ist zwar nicht ganz im Sinne des eigentlichen Konzepts des Cafés, aber einfach mal einen Gang runter schalten und gemütlich eine Tasse Kaffee im schönen Ambiente trinken geht eben gerade nicht.

Das ganze ToGo-Geschäft war allerdings auch eine riesige Umstellung, vor allem was die Verpackung angeht. „Es tut mir im Herzen weh, wenn ich jedes Mal die Berge von Verpackungen sehe, aber es geht nicht anders“, ärgert sich Susan Bormann. Dabei legt das Café sehr viel Wert darauf, dass die Verpackungen so nachhaltig wie möglich sind. Vieles ist in Papier und Karton verpackt, auch wenn das deutlich teurer ist. „Die nachhaltige Verpackung passt hervorragend zum insgesamt ökologischen und regionalen Konzept des Cafés. Das ist der richtige Weg für die Zukunft“, findet Fraktionsvorsitzende Sonja Mars. Die GLT-Fraktion wünscht dem Café zu mir ein hoffentlich besseres 2021 und würde sich freuen, bald mal wieder persönlich zu Gast sein zu dürfen.

Wer die derzeit geschlossenen lokalen Geschäfte unterstützen will, kann dies am Einfachsten mit Gutscheinkäufen tun. Das „Café zu mir“ ist ab heute aus der Weihnachtspause zurück und mit dem ToGo-Geschäft wieder für seine Gäste da. Weitere Details auch unter www.cafezumir.de.

Die Grüne Liste Trebur präsentiert sich auch auf Facebook, Twitter und
Instagram unter @GLTrebur.

Haushalt 2021 ist eingebracht

Bürgermeister Jochen Engel hat am Freitag, 11.12., den Haushaltsentwurf für das nächste Jahr eingebracht. Die Vorstellung und übersichtliche Zusammenfassung durch den Bürgermeister an dem Abend der letzten Gemeindevertretersitzung des Jahres zeigt wie im vergangenen Jahr die engagierte und sachgerechte Arbeit der Gemeindeverwaltung.

Die Grüne Liste dankt allen Mitwirkenden an diesem Haushaltsentwurf, der eine gute Grundlage für die kommenden Beratungen ist. Einmal mehr kann mit diesem Zahlenwerk ein genehmigter Haushalt zeitig am Anfang nächsten Jahres erreicht werden.

Maßgebliche Investitionen sind entgegen der angespannten Haushaltslage untergebracht. Dazu zählen die Anschaffungen für die Feuerwehren gemäß des Entwicklungsplans, was die Grüne Liste ausdrücklich begrüßt.

„Die bessere Bezahlung der Erzieherinnen und Erzieher ist seriös gegenfinanziert. Wir sehen uns nach dem gemeinsamen Antrag mit den Freien Wählern in dieser Sache bestätigt“, so der Rückblick von Andreas Mars. Soziale Arbeit und Einsatz erfordert einfach eine anerkennende und angemessene Bezahlung.

Die GLT erkennt an, dass klimaschonende Maßnahmen wie die Anschaffung von E-Bikes zwecks Mobilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung eingeplant sind. Dennoch sind weitere Investitionen möglich und nötig.

Fraktionsvorsitzende Sonja Mars kommentiert den Entwurf: „Sowohl auf der Ertrags- wie auch der Investitionsseite werden wir uns mit Ideen im Sinne klimaverbessernder Maßnahmen in die Haushaltsberatungen einbringen.“

Die Grüne Liste hofft auf konstruktive Haushaltsberatungen bei denen alle Fraktionen mit Blick auf die Kommunalwahl im März sachfremde Befindlichkeiten hintenanstellen. Negative Verhaltensweisen, die sich aus vergangenen und verlorene Bürgermeisterwahlkämpfen ergeben, sind schädlich und blicken in die Vergangenheit.

Unsachliche Angriffe gegenüber den Bürgermeister müssen in diesen schwierigen Zeiten unterbleiben. Vielmehr ist eine gemeinsame und zielgerichtete Zusammenarbeit geboten, mit sachlichen Ideen und Themen in die Zukunft zu blicken.