Lilly Bunk und Jan Stich neu in den Ausschüssen Soziales und Umwelt

Mit Lilly Bunk und Jan Stich sind zwei junge und neue Vertreterinnen und Vertreter für die Grüne Liste in die Gemeindevertretung gewählt. Beide sind in Ausschüssen vertreten, in denen arbeitsintensiv die meist detailreichen Beschlussvorlagen für das Gemeindeparlament vorbereitet werden.

Nach dem Zugewinn der Grünen Liste in den letzten Wahlen stehen Lilly Bunk und Jan Stich für den erfolgreichen Generationenwechsel der GLT.

Es entschied sich Lilly Bunk für den ASKS (Ausschuss für Arbeit, Soziales, Kultur und Sport). „Die Kita- und Schulsituation ist mir insbesondere mit Blick auf die Pandemie ein Herzensthema“, begründet die Mutter zweier Kinder ihren Entschluss für den ASKS. Weiterhin sei das Vereins- und Kulturleben zu begleiten und zu fördern.

„Die Gemeinde Trebur ist wegen der zentralen Lage zwischen den Rhein-Main Metropolen ein sehr attraktiver Standort. Durch den hohen Erholungswert der naturnahen Umgebung und das große Vereinsangebot ist sie eine echte Heimat die es zu erhalten gilt“, erläutert das berufstätige Neumitglied und „mit allem angebrachten und erforderlichen Respekt will ich diese spannende und umfassende Aufgabe angehen.“

Der zweifache Familienvater Jan Stich will den grünen Wählerauftrag im Umweltausschuss erfüllen. Der Ausschuss BLUE behandelt neben Umweltthemen auch die Sachgebiete Bauen, Landwirtschaft und Energie.

„Der Klimaschutz ist einer der Schwerpunkte, welche die Grüne Liste seit jeher verfolgt. Den Wählerauftrag gilt es jetzt Schritt für Schritt in den nächsten fünf Jahren im möglichst breiten Einvernehmen zusammen mit den anderen Fraktionen umzusetzen“, bemerkt Stich und „der Ausschuss BLUE ist das dazu eine der geeigneten Stellen innerhalb der Gemeindegremien.“

„Ich freue mich auf spannende, sachliche und zielführende Diskussionen“, so Stich, der neben Bunk den zweiten GLT-Sitz im ASKS einnimmt.

Die Fraktionsvorsitzende Sonja Mars ist im Haupt- und Finanzausschuss (HFA) tätig, der zuletzt am häufigsten tagte. Im HFA wird der zweite Sitz mit Lilly Bunk besetzt.

„Der erfolgreiche und von den Wählerinnen und Wählern bestätigte Generationenwechsel wird mit erfahrenen Grünen Engagierten ergänzt“, erinnert Sonja Mars an den neu gewählten Vorsitzenden der Gemeindevertretung Andreas Mars und an Harald Frick, der nach langjähriger Arbeit in der Gemeindevertretung nun in den Gemeindevorstand wechselte.

Grüne Liste erlangt Vorsitz des Umwelt- und Bauausschusses

Mit 6 von 9 Stimmen ist Barbara Fuchs zur Vorsitzenden des Ausschusses BLUE gewählt worden, der neben den Themenbereichen Umwelt und Bauen auch Landwirtschaft und Energie beinhaltet.

Die Grüne Liste hat bei dem diesjährigen Kommunalwahlkampf den Klimaschutz als das Schwerpunktthema gesetzt und damit – neben den Freien Wählern – als einzige Fraktion Zugewinne erlangt.

„Wir sind mit Umweltthemen gewählt worden. Daher verstehen wir als Teil des Wählerauftrags den Vorsitz des entsprechenden Ausschusses zu beanspruchen“, ist sich die Fraktionsvorsitzende Sonja Mars bewusst.

Mit Barbara Fuchs ist eine langjährige Gemeindevertreterin erneut in das Gemeindeparlament gewählt worden, die in einer der zurückliegenden Legislaturperioden ebenfalls diesen Ausschuss leitete.

Nicht zuletzt mit dieser Erfahrung erreichte sie mit dem zweiten Platz der Grünen Liste ein überragendes Ergebnis, nachdem sie auf einem hinteren Listenplatz startete.

„Mit meiner erneuten Wahl will ich mich für den Klima- und Umweltschutz einsetzen“, setzt Barbara Fuchs erste Themen. „Nach einer fünfjährigen Unterbrechung ist mit Barbara Fuchs erneut eine engagierte Ausschussvorsitzende gewählt, die gemeinschaftliches und zielgerichtetes Handeln mitdenkt“, bemerkt Sonja Mars und ergänzt: „Das war einfach wieder nötig. Es jetzt gilt jetzt respektvoll die angestrebte und angenommene Verantwortung die nächsten fünf Jahre anzunehmen und auszufüllen“.

GLT konstituiert sich – Sonja Mars Fraktionsvorsitzende

Die Grüne Liste Trebur wählte bei einem virtuellen Treffen Sonja Mars einstimmig zur Fraktionsvorsitzenden. Nachdem die Grüne Liste neben den Freien Wählern als Einzige bei der Kommunalwahl zulegten und nach vier Sitzen nun einen fünften Sitz im Gemeindeparlament erlangten, sieht sie den sachorientierten und stetigen Einsatz für die Gemeinde bestätigt und belohnt.

Sonja Mars stehen die engagierte IT-Projektmanagerin Lilly Bunk (36) und der erfahrene Marketing-Referent Jan Stich (33) zur Seite. Beide vertreten Sonja Mars als Stellvertreterin bzw. Stellvertreter.

Als neue Mitglieder des Gemeindeparlaments setzen sie damit ein Zeichen des gelungenen Generationswechsels der Grünen Liste, der von den Wählerinnen und Wählern offensichtlich belohnt wurde.

„Wir freuen uns auf das Ehrenamt in der Gemeindevertretung und den Ausschüssen. Dabei sind wir uns um den erforderlichen Einsatz bewusst und nehmen die Verantwortung gerne wahr“, bemerken beide.

Barbara Fuchs wurde auf der Vorschlagsliste von Platz sieben auf Platz zwei hochgewählt. Die ehemalige Bürgermeisterkandidatin entschloss sich nach einer Auszeit für eine erneute Listenkandidatur. „Vielen Dank“, sagt Barbara Fuchs, „ich weiß den eindeutigen Vertrauensbeweis der Wählerinnen und Wähler zu schätzen“.

Andreas Mars ergänzt mit seiner Wiederwahl die neue, erweiterte Fraktion der Grünen Liste. „Die neue Fraktion mit bewährten und bekannten Mitgliedern ergänzt um engagierte neue Gesichter ist eine gute Mischung und motiviert ungemein für die nächsten fünf Jahre ehrenamtliche Gemeindearbeit“, stellt er fest.

Die weiteren Aufgaben in den drei Ausschüssen und dem Gemeindevorstand sind die nächsten festzulegenden Mandate und werden zeitnah zu den konstituierenden Gremiensitzungen bekanntgegeben.

„In den nächsten fünf Jahren werden wir unseren Wahlspruch ‚Gutes Klima für Trebur‘ einlösen und um Mehrheiten für unsere Schwerpunkte wie Klima- und Umweltschutz mit Biodiversität, Verkehrswende, sozialen Zusammenhalt und nachhaltige Finanzwirtschaft intensiv werben“, verspricht Sonja Mars abschließend.

Pressemitteilung: Die Verkehrswende braucht ein starkes Fundament

Das Umdenken hat begonnen. Mit der Corana-Pandemie stieg die Nachfrage nach Fahrrädern enorm an. Lieferengpässe für neue Räder und Teile sind die Folge. Doch nicht nur an Teilen hapert es: Auch an Fachkräften, die diese verbauen können. Genau hier setzt Florian Meffert vom FM Radservice an. Er hat im Januar den Geinsheimer Fahrrad-Laden in der Treburer Straße übernommen. Mitten in Geinsheim, aber auch mitten im Lockdown. Die Grüne Liste Trebur (GLT) hat Ende Februar die Chance genutzt und den Zweiradmechaniker-Meister digital besucht.

„Das ist für mich eine Berufung“, sagt Meffert über seine Arbeit. Seit Januar bietet er hauptsächlich Reparaturen an. Sobald er wieder öffnen darf, will er auch wieder mit persönlichem Kontakt Räder verkaufen, doch das Hauptaugenmerk liege derzeit noch ganz klar auf den Werstattanliegen. Im Moment sei die Nachfrage nach beidem sehr groß. Das weiß auch Oliver Claus. Er kandidiert auf Liste der GLT und hat selbst ein Fahrradgeschäft in Trebur. „Es ist nicht einfach, die ganzen Wartungen und Reparaturen zeitnah zu erledigen“, erzählt er. Meffert fügt hinzu, er habe bereits 180 Aufträge, aber als 1-Mann-Betrieb erst 90 Räder wieder auf Vordermann bringen können. „Es ist natürlich super, dass sich jetzt wieder mehr Menschen auf das Fahrrad besinnen, allerdings braucht es auch eine flächendeckende Versorgung durch Werkstätten, um dauerhaft mobil zu bleiben“, fordert GLT-Fraktionsvorsitzende Sonja Mars. Auch für Lilly Bunk von der GLT ist dieser Aspekt wichtig: „Trebur selbst ist wahrscheinlich zu klein für Konzepte wie Fahrradsharing, daher muss die breite Verfügbarkeit von Rädern das Ziel sein.“

Auch ein Wachstum könnte Meffert sich vorstellen, zunächst mit einer Stelle auf Minijob-Basis. „Es ist schwierig, eine gut geeignete Fachkraft zu finden; zudem braucht eine langfristige Bindung mit Blick auf die Pandemie eine Perspektive“, erzählt er. Andreas Mars von der GLT ergänzt: „Was wir brauchen, sind öffentliches Interesse und Möglichkeiten für die Branche. Man kann nicht erwarten, dass sich etwas wandelt ohne etwas dafür zu tun.“

Meffert selbst kommt aus Mörfelden-Walldorf und ist somit neu in der Großgemeinde. „Die Menschen sind so offenherzig, es gefällt mir richtig gut hier. Allerdings gibt es wenig Einzelhandel bis gar nichts, nicht mal ein Paket kann man hier abgeben“, führt der 31-Jährige aus. Dazu sei der Verkehrslärm immens. Herausforderungen für die Zukunft seien aber auch die  Konkurrenz durch das Internet und der Fachkräftemangel. Ideen für die Zukunft gibt es viele, eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Grundschulen oder auch ein durch die GLT bereits angedachtes regelmäßiges Repair-Café.

Pressemitteilung: Grüne Liste verzichtet bewusst auf Plastik

„Die Menschheit produziert viel zu viel Plastikmüll“, so Fraktionsvorsitzende Sonja Mars, „auch ein Kommunalwahlkampf kann zu einer Verringerung beitragen.“

Die Grüne Liste Trebur (GLT) verzichtet – als einzige Liste – vollständig auf Bauzaunbanner und Plakate aus Plastik. „Wir nehmen das Thema Umweltschutz und Müllvermeidung ernst und möchten hier mit gutem Beispiel vorangehen“, ergänzt Andreas Mars.

Alle anderen Listen haben in Trebur Wahlplakate aus bedrucktem Plastik gehängt. Diese wandern nach der Kommunalwahl im besten Fall ins Recycling, im schlechtesten Fall wird der Müll nach Asien exportiert oder landet in den Ozeanen.

„Unsere Plakate und Flyer sind alle auf zertifiziertem Recyclingpapier von der Umweltdruckerei gedruckt“, erläutert Lilly Bunk, „so kann alles wieder dem Kreislauf zugeführt und wiederverwertet werden.“

Genau aus diesem Grund stehen keine Bauzaunbanner der GLT in der Gemarkung: Hier wäre der Einsatz von Plastik notwendig, da Papier die externen Einflüsse wie Wind und Regen nicht lange genug überstehen würde. „Wir würden unsere politischen wie gesellschaftlichen Ziele verraten, wenn wir in diesem Wettbewerb mitmachen würden“, lautet die Einschätzung von Jan Stich, „daher hoffen wir auch, dass die Wählerinnen und Wähler sich von Inhalten statt von übergroßer Werbung leiten lassen.“

Die GLT findet es bedauerlich, dass die anderen Listen zwar den Umwelt- und Klimaschutz teilweise prominent in ihre Wahlprogramme aufgenommen haben, dies jedoch selbst anders vorleben. „Wie soll man von den Bürgerinnen und Bürgern Verantwortung erwarten, wenn man selbst keine übernimmt?“, stellt Sonja Mars die rhetorische Frage.

Pressemitteilung: Förderprogramme abgelehnt

Die Grüne Liste Trebur sieht sich nach Ablehnung der Förderung von Solar- und Regenwassernutzung als alleinige, ernsthafte Wählervereinigung von Klimaschutz vor Ort.

In der Gemeindevertretersitzung im Februar stellte die Grüne Liste die Anträge, Solarenergie- und Regenwassernutzung für die Bürgerinnen und Bürger finanziell zu fördern. Das Gemeindeparlament lehnte am letzten Freitag beide Anträge ab.

Die Grüne Liste ist insbesondere enttäuscht über die vielen Enthaltungen, die maßgeblich zu dem Scheitern beider Initativen führten.
„Schade, nachdem das Gemeindeparlament noch im letzten Jahr mit einer Erklärung nach Initative der Grünen Liste die negativen Auswirkungen des Klimawandels wie Wetterextreme oder Wasserknappheit und damit Handlungsbedarf anerkannte“, bemerkt Sonja Mars, Fraktionsvorsitzende.

Seitens der Christdemokarten und Liberalen rechnete die Grüne Liste mit weitgehender Ablehnung.
„Dass sich selbst SPD und Freie Wähler weitgehend enthielten und damit die Klimainitativen zu Fall brachten, tut weh“, kommentiert die Fraktionsvorsitzende.

Harald Frick, der beide Anträge begründete, zeigt sich ebenfalls enttäuscht, “selbst das an dem Abend eingebrachte Angebot unverbindlicher Prüfung, die keinerlei Beschluss und Bindung bedeutet, konnte nicht umstimmen“.

Der Einwurf einer fehlenden Finanzierung an dem Beschlussabend läuft ins Leere, da beide Initiativen ohnehin erst im nächsten Jahr finanzwirksam eingeplant waren, gegenfinanziert dann möglicherweise mit jährlich wiederkehrenden Landesfördergeldern.
Der weitere unkonkrete Einwand, andere Ideen zu fördern ohne diese zu benennen, befremdet die Grüne Liste ebenfalls.
Der Initativtext betrifft vielmehr vielfach landes- und bundesweit durch andere Kommunen eingesetzte und bewährte Förderrichtlinien. Allein dadurch wäre der Verwaltungsaufwand stark verringert gewesen, die genannten Techniken millionenfach ohnehin unkritisch.

„Wenn wir konkret Initiativen beschreiben, lehnt man sie mit diesen Gründen ab; werden Texte vage und allgemein, werden diese ebenfalls abgelehnt – sie seien nicht spezifisch genug – und sie sind auch nicht rechtssicher“, bedauert Andreas Mars, „wie sollen wir das auflösen?“

Die Grüne Liste vermutet eher eine Ausflucht als die tatsächlichen Gründe zu nennen, da man der Grünen Liste den „Erfolg“ nicht gönnt.

„Es steht fest, nur mit der Grünen Liste werden aus Worten auch Taten. Angewendeter Klimaschutz mit Akzeptanz braucht eine Stimme am 14. März oder bei der Briefwahl“, so Sonja Mars abschließend.