GLT konstituiert sich – Sonja Mars Fraktionsvorsitzende

Die Grüne Liste Trebur wählte bei einem virtuellen Treffen Sonja Mars einstimmig zur Fraktionsvorsitzenden. Nachdem die Grüne Liste neben den Freien Wählern als Einzige bei der Kommunalwahl zulegten und nach vier Sitzen nun einen fünften Sitz im Gemeindeparlament erlangten, sieht sie den sachorientierten und stetigen Einsatz für die Gemeinde bestätigt und belohnt.

Sonja Mars stehen die engagierte IT-Projektmanagerin Lilly Bunk (36) und der erfahrene Marketing-Referent Jan Stich (33) zur Seite. Beide vertreten Sonja Mars als Stellvertreterin bzw. Stellvertreter.

Als neue Mitglieder des Gemeindeparlaments setzen sie damit ein Zeichen des gelungenen Generationswechsels der Grünen Liste, der von den Wählerinnen und Wählern offensichtlich belohnt wurde.

„Wir freuen uns auf das Ehrenamt in der Gemeindevertretung und den Ausschüssen. Dabei sind wir uns um den erforderlichen Einsatz bewusst und nehmen die Verantwortung gerne wahr“, bemerken beide.

Barbara Fuchs wurde auf der Vorschlagsliste von Platz sieben auf Platz zwei hochgewählt. Die ehemalige Bürgermeisterkandidatin entschloss sich nach einer Auszeit für eine erneute Listenkandidatur. „Vielen Dank“, sagt Barbara Fuchs, „ich weiß den eindeutigen Vertrauensbeweis der Wählerinnen und Wähler zu schätzen“.

Andreas Mars ergänzt mit seiner Wiederwahl die neue, erweiterte Fraktion der Grünen Liste. „Die neue Fraktion mit bewährten und bekannten Mitgliedern ergänzt um engagierte neue Gesichter ist eine gute Mischung und motiviert ungemein für die nächsten fünf Jahre ehrenamtliche Gemeindearbeit“, stellt er fest.

Die weiteren Aufgaben in den drei Ausschüssen und dem Gemeindevorstand sind die nächsten festzulegenden Mandate und werden zeitnah zu den konstituierenden Gremiensitzungen bekanntgegeben.

„In den nächsten fünf Jahren werden wir unseren Wahlspruch ‚Gutes Klima für Trebur‘ einlösen und um Mehrheiten für unsere Schwerpunkte wie Klima- und Umweltschutz mit Biodiversität, Verkehrswende, sozialen Zusammenhalt und nachhaltige Finanzwirtschaft intensiv werben“, verspricht Sonja Mars abschließend.

Pressemitteilung: Die Verkehrswende braucht ein starkes Fundament

Das Umdenken hat begonnen. Mit der Corana-Pandemie stieg die Nachfrage nach Fahrrädern enorm an. Lieferengpässe für neue Räder und Teile sind die Folge. Doch nicht nur an Teilen hapert es: Auch an Fachkräften, die diese verbauen können. Genau hier setzt Florian Meffert vom FM Radservice an. Er hat im Januar den Geinsheimer Fahrrad-Laden in der Treburer Straße übernommen. Mitten in Geinsheim, aber auch mitten im Lockdown. Die Grüne Liste Trebur (GLT) hat Ende Februar die Chance genutzt und den Zweiradmechaniker-Meister digital besucht.

„Das ist für mich eine Berufung“, sagt Meffert über seine Arbeit. Seit Januar bietet er hauptsächlich Reparaturen an. Sobald er wieder öffnen darf, will er auch wieder mit persönlichem Kontakt Räder verkaufen, doch das Hauptaugenmerk liege derzeit noch ganz klar auf den Werstattanliegen. Im Moment sei die Nachfrage nach beidem sehr groß. Das weiß auch Oliver Claus. Er kandidiert auf Liste der GLT und hat selbst ein Fahrradgeschäft in Trebur. „Es ist nicht einfach, die ganzen Wartungen und Reparaturen zeitnah zu erledigen“, erzählt er. Meffert fügt hinzu, er habe bereits 180 Aufträge, aber als 1-Mann-Betrieb erst 90 Räder wieder auf Vordermann bringen können. „Es ist natürlich super, dass sich jetzt wieder mehr Menschen auf das Fahrrad besinnen, allerdings braucht es auch eine flächendeckende Versorgung durch Werkstätten, um dauerhaft mobil zu bleiben“, fordert GLT-Fraktionsvorsitzende Sonja Mars. Auch für Lilly Bunk von der GLT ist dieser Aspekt wichtig: „Trebur selbst ist wahrscheinlich zu klein für Konzepte wie Fahrradsharing, daher muss die breite Verfügbarkeit von Rädern das Ziel sein.“

Auch ein Wachstum könnte Meffert sich vorstellen, zunächst mit einer Stelle auf Minijob-Basis. „Es ist schwierig, eine gut geeignete Fachkraft zu finden; zudem braucht eine langfristige Bindung mit Blick auf die Pandemie eine Perspektive“, erzählt er. Andreas Mars von der GLT ergänzt: „Was wir brauchen, sind öffentliches Interesse und Möglichkeiten für die Branche. Man kann nicht erwarten, dass sich etwas wandelt ohne etwas dafür zu tun.“

Meffert selbst kommt aus Mörfelden-Walldorf und ist somit neu in der Großgemeinde. „Die Menschen sind so offenherzig, es gefällt mir richtig gut hier. Allerdings gibt es wenig Einzelhandel bis gar nichts, nicht mal ein Paket kann man hier abgeben“, führt der 31-Jährige aus. Dazu sei der Verkehrslärm immens. Herausforderungen für die Zukunft seien aber auch die  Konkurrenz durch das Internet und der Fachkräftemangel. Ideen für die Zukunft gibt es viele, eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Grundschulen oder auch ein durch die GLT bereits angedachtes regelmäßiges Repair-Café.

Pressemitteilung: Grüne Liste verzichtet bewusst auf Plastik

„Die Menschheit produziert viel zu viel Plastikmüll“, so Fraktionsvorsitzende Sonja Mars, „auch ein Kommunalwahlkampf kann zu einer Verringerung beitragen.“

Die Grüne Liste Trebur (GLT) verzichtet – als einzige Liste – vollständig auf Bauzaunbanner und Plakate aus Plastik. „Wir nehmen das Thema Umweltschutz und Müllvermeidung ernst und möchten hier mit gutem Beispiel vorangehen“, ergänzt Andreas Mars.

Alle anderen Listen haben in Trebur Wahlplakate aus bedrucktem Plastik gehängt. Diese wandern nach der Kommunalwahl im besten Fall ins Recycling, im schlechtesten Fall wird der Müll nach Asien exportiert oder landet in den Ozeanen.

„Unsere Plakate und Flyer sind alle auf zertifiziertem Recyclingpapier von der Umweltdruckerei gedruckt“, erläutert Lilly Bunk, „so kann alles wieder dem Kreislauf zugeführt und wiederverwertet werden.“

Genau aus diesem Grund stehen keine Bauzaunbanner der GLT in der Gemarkung: Hier wäre der Einsatz von Plastik notwendig, da Papier die externen Einflüsse wie Wind und Regen nicht lange genug überstehen würde. „Wir würden unsere politischen wie gesellschaftlichen Ziele verraten, wenn wir in diesem Wettbewerb mitmachen würden“, lautet die Einschätzung von Jan Stich, „daher hoffen wir auch, dass die Wählerinnen und Wähler sich von Inhalten statt von übergroßer Werbung leiten lassen.“

Die GLT findet es bedauerlich, dass die anderen Listen zwar den Umwelt- und Klimaschutz teilweise prominent in ihre Wahlprogramme aufgenommen haben, dies jedoch selbst anders vorleben. „Wie soll man von den Bürgerinnen und Bürgern Verantwortung erwarten, wenn man selbst keine übernimmt?“, stellt Sonja Mars die rhetorische Frage.

Pressemitteilung: Förderprogramme abgelehnt

Die Grüne Liste Trebur sieht sich nach Ablehnung der Förderung von Solar- und Regenwassernutzung als alleinige, ernsthafte Wählervereinigung von Klimaschutz vor Ort.

In der Gemeindevertretersitzung im Februar stellte die Grüne Liste die Anträge, Solarenergie- und Regenwassernutzung für die Bürgerinnen und Bürger finanziell zu fördern. Das Gemeindeparlament lehnte am letzten Freitag beide Anträge ab.

Die Grüne Liste ist insbesondere enttäuscht über die vielen Enthaltungen, die maßgeblich zu dem Scheitern beider Initativen führten.
„Schade, nachdem das Gemeindeparlament noch im letzten Jahr mit einer Erklärung nach Initative der Grünen Liste die negativen Auswirkungen des Klimawandels wie Wetterextreme oder Wasserknappheit und damit Handlungsbedarf anerkannte“, bemerkt Sonja Mars, Fraktionsvorsitzende.

Seitens der Christdemokarten und Liberalen rechnete die Grüne Liste mit weitgehender Ablehnung.
„Dass sich selbst SPD und Freie Wähler weitgehend enthielten und damit die Klimainitativen zu Fall brachten, tut weh“, kommentiert die Fraktionsvorsitzende.

Harald Frick, der beide Anträge begründete, zeigt sich ebenfalls enttäuscht, “selbst das an dem Abend eingebrachte Angebot unverbindlicher Prüfung, die keinerlei Beschluss und Bindung bedeutet, konnte nicht umstimmen“.

Der Einwurf einer fehlenden Finanzierung an dem Beschlussabend läuft ins Leere, da beide Initiativen ohnehin erst im nächsten Jahr finanzwirksam eingeplant waren, gegenfinanziert dann möglicherweise mit jährlich wiederkehrenden Landesfördergeldern.
Der weitere unkonkrete Einwand, andere Ideen zu fördern ohne diese zu benennen, befremdet die Grüne Liste ebenfalls.
Der Initativtext betrifft vielmehr vielfach landes- und bundesweit durch andere Kommunen eingesetzte und bewährte Förderrichtlinien. Allein dadurch wäre der Verwaltungsaufwand stark verringert gewesen, die genannten Techniken millionenfach ohnehin unkritisch.

„Wenn wir konkret Initiativen beschreiben, lehnt man sie mit diesen Gründen ab; werden Texte vage und allgemein, werden diese ebenfalls abgelehnt – sie seien nicht spezifisch genug – und sie sind auch nicht rechtssicher“, bedauert Andreas Mars, „wie sollen wir das auflösen?“

Die Grüne Liste vermutet eher eine Ausflucht als die tatsächlichen Gründe zu nennen, da man der Grünen Liste den „Erfolg“ nicht gönnt.

„Es steht fest, nur mit der Grünen Liste werden aus Worten auch Taten. Angewendeter Klimaschutz mit Akzeptanz braucht eine Stimme am 14. März oder bei der Briefwahl“, so Sonja Mars abschließend.

Astheimer Ortsmitte wiederbeleben

Die Grüne Liste will den Platz gegenüber dem Bürgerhaus und der Evangelischen Kirche aufgewertet haben.
„Mit der neuen Wohnanlage für Senioren entsteht in Astheim ein Ortszentrum“, bemerkt Harald Frick, gebürtiger Astheimer und für die Grüne Liste im Gemeindeparlament. „Die Berliner Straße rund um das Bürgerhaus, der Evangelischen Kirche, der Jakob-Roos-Halle, der Sporthalle und der Grundschule wird mit dem Bau der neuen Wohnanlage ergänzt“.
Die Grüne Liste sieht die Maßnahme als die Gelegenheit, den Platz mit seiner Grünfläche gegenüber aufzuwerten. Die Grünfläche könnte neben einem Blühstreifen mit einer Sitzgruppe, Beschattungen, Abgrenzungen zu den Parkplätzen, Aufstellung von Nutzpflanzen wie Kräutern und Hochbeeten und deren Wasserversorgung und einem öffentlichen Bücherschrank ausgestattet werden.
„Wir wünschen uns so einen Begegnungsort für Jung und Alt in Astheim, der gemeinsam gestaltet werden kann“, erläutert Sonja Mars, Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin der Grünen Liste.
„Wichtig ist uns dabei die flankierende Wiederinbetriebnahme der Astheimer Bücherei in naheliegenden Räumlichkeiten“, bemerkt sie abschließend.

Förderprogramme für Photovoltaik- und Regenwassernutzungsanlagen

Die Grüne Liste Trebur möchte ein Förderprogramm auflegen, mit dem die Installation von PV-Anlagen und Stromspeichern finanziell gefördert wird. Insgesamt soll jeweils im Folgejahr, also erstmalig in 2022, ein Betrag von 20.000 EUR zur Verfügung stehen. Damit können nach Vorschlag der Grünen je nach Maßnahme bis zu 1.000 Euro je Antragsteller*In ausgezahlt werden.

„Es gibt viele Beispiele in Hessen und in anderen Bundesländern, die bereits mit ausgearbeitete Richtlinien und mit gleicher Zielrichtung vorangehen. Trebur hat nun die Chance, in diesem Bereich nachzuziehen“, ergänzt Andreas Mars von der Grünen Liste.

„Die Stromspeicher können tagsüber produzierten Strom auch abends einsetzen oder diesen nachts beim Laden eines Elektroautos nutzbar machen. Weiter können Haushaltsgeräte zu jeder Tageszeit gespeist werden. Das alles erhöht die Eigennutzung und reduziert die Abhängigkeit vom leider immer noch zu fossilen Strommix“, stellt Sonja Mars, Fraktionsvorsitzende der Grünen Liste, fest.

Gefördert werden soll ebenfalls der Bau von Zisternen, um den Verbrauch von aufwändig aufbereitetem Trinkwasser durch Regenwasser zu ersetzen. Das Trinkwasser wird dabei beispielsweise zur Gartenbewässerung oder beim Betrieb von Toiletten ersetzt.

„Nach den letzten Planungen des Wasserwerks Gerauer Land wird der Verbrauch die erlaubte Fördermenge bald übersteigen. Daher werden zukünftig mindestens fünfstellige Beträge zwecks Wasserzukauf berücksichtigt“, berichtet Harald Frick, Mitglied in der Verbandsversammlung des Wasserversorgers. So sollen erwartete Versorgungslücken vermieden werden.
Natürlich kann ein externer Zukauf auch nicht in beliebiger Menge erfolgen. Daher müssen Maßnahmen zur Einsparung von Trinkwasser sehr bald implementiert werden.

Die Grüne Liste Trebur glaubt fest daran, dass in der Gemeinde mit den vorhandenen spezialisierten Gewerbebetrieben ein signifikanter Beitrag zum Klimaschutz möglich ist.
„Die Grüne Liste Trebur wird wie in den vergangenen Jahren bei der Klimathematik nicht nur das Wort führen. Wir liefern. Und das auch zukünftig“, bemerkt Sonja Mars selbstbewusst.