Sommertour 2016 – GLT besichtigt kritische Stellen für Radfahrer

In Trebur gibt es einige Stellen, die für Radfahrer kritisch oder gar gefährlich sind. Eine davon ist definitiv der Riedweg. Immer mehr wächst der Radweg durch Büsche und Unkraut zu und die Fahrbahn ist teilweise übersät von Löchern und Rissen. Besonders am Fahrbahnrand und in der großen Kurve senkt sich die Fahrbahn gefährlich ab. „Der Zustand wird von Jahr zu Jahr schlimmer. Die Grüne Liste Trebur (GLT) hat auf genau diese Zustände über die Jahre mehrfach hingewiesen, doch in Zeiten knapper Kassen ist eine Sanierung in weite Ferne gerückt“, erklärte Fraktionsvorsitzender Andreas Swirschuk.

Um sich die genauen Umstände einmal anzusehen, hatte die GLT am vergangenen Samstag (3.) im Rahmen ihrer Sommertour zur einer Ortsbegehung eingeladen. Rund 15 interessierte Bürger und Bürgermeister Carsten Sittmann schauten sich in den Morgenstunden verschiedene problematische Stellen an.

Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) sieht in Trebur einiges an Handlungsbedarf. Schon vor Jahren hatte der ADFC vorgeschlagen, den Riedweg in eine Fahrradstraße umzuwandeln und so auch etwas Konfliktpotenzial abzubauen. „Die Ausweisung als Fahrradstraße bringt viele Vorteile“, führte ADFC Kreis-Vorsitzender Mario Schuller aus. Es gebe die Möglichkeit mittels eines Zusatzschildes auch den KfZ-Verkehr weiterhin zu erlauben. „Das ist natürlich wesentlich, wir wollen den Anwohnern und Anliegern natürlich nicht den Weg versperren“, stellte Sonja Mars, Fraktionsvorsitzende der GLT, klar. Ein entsprechender Antrag der GLT-Fraktion wurde bereits in die Ausschüsse verwiesen.

Bürgermeister Carsten Sittmann berichtete, es werde derzeit ein Antrag zur Teilnahme an einem Förderprogram des Kreises zur Sanierung des Riedweges geschrieben. Falls dieser Erfolg habe, müsse Trebur nur die Planungs- und Ingenieurkosten übernehmen.

Viel einfacher zu entschärfen sei die Lage am Ortseingang in Astheim aus Trebur kommend, so der ADFC. Dort hört der Radweg sehr plötzlich auf und die Radfahrer müssen noch in der Kurve auf die Straße ausweichen. Einfache Fahrbahnmarkierungen, die auf die Radfahrer hinweisen, könnten hier schon für eine Verbesserung sorgen.

Die GLT nutzte die Gelegenheit für eine kleine Tour durch die Gemarkung zu Orten, die derzeit in den gemeindlichen Gremien diskutiert werden.  Ein weiterer Zwischenstopp war die Flüchtlingsunterkunft, die der Kreis gerade in der Theobaldstraße zwischen Mittelpunktschule (MPS) und Schwimmbad baut. „Ich habe beim Kreis angefragt, Open Air und Oktoberfest können weiter so stattfinden wie bisher“, erklärte Sittmann.  Ein derzeit auch sehr aktuelles Thema ist das Dorfgemeinschaftshaus auf der Hessenaue. In den nächsten Wochen und Monaten soll eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob die Gemeinde das Gebäude an die Hessenauer Bürger übergibt. Der Verein Dorfgemeinschaft Hessenaue hat sich im Sommer gegründet und steht in den Startlöchern. Am Oberwiesensee und dem nicht mehr ganz so vorhandenen Sandstrand vorbei führte die Tour wieder zurück nach Trebur. „Wir können uns gut vorstellen, solche Ortsbegehungen jetzt öfter zu veranstalten. Es ist eine gute Gelegenheit mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen und gleichzeitig etwas von unserer schönen Gemarkung zu sehen“, fand GLT-Fraktionsmitglied Andreas Mars. Seine kleine Tochter Jasmin war natürlich auch mit von der Partie und hatte ihre ganz eigenen Höhepunkte auf der Fahrradtour: Die Kuh-Herde am Riedweg, der Storch zwischen Trebur und Astheim im Feld, der eine große Wühlmaus erlegte, und der Spielpatz am Dorfgemeinschaftshaus auf der Hessenaue. sfr

Besuch auf der Beluga II

Am vergangenen Wochenende war die Beluga II, ein Schiff von Greenpeace, in Mainz vor Anker. Diese Möglichkeit hat die GLT-Fraktion genutzt, sich dort vor Ort über die aktuellen Kampagnen der Umwelt- und Naturschützer zu informieren.

Die aktuelle Kampagne beschäftigt sich mit der Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll. Da dieser nicht verrottet oder biologisch abgebaut werden kann, stellt eine weitere Verschmutzung eine Bedrohung für die Bewohner des Meeres dar.

Weitere Informationen zur Tour der Beluga II gibt es unter https://www.greenpeace.de/beluga.

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Die Fraktion an Bord der Beluga II

Bericht zur Gemeindevertretung vom 17. Juni 2016

Hier eine kurze Zusammenfassung der aus unserer Sicht wichtigsten Punkte:

Verkauf Treburer Oberwald: Wie bereits im Vorfeld befürchtet, wurde der Antrag nicht in die Ausschüsse verwiesen, sondern dank der Mehrheitsverhältnisse direkt abgestimmt und auch angenommen. Im Ausschuss hätten die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden können, doch dies war offenbar nicht gewollt.

Nach dem Antragstext wird nun also der für die BAB-Anschlussstelle zum Terminal 3 benötigte Wald verkauft – in der Sitzung klang es dann wie ein Prüfantrag. „Wenn Sie das nicht wollen, warum schreiben Sie es dann in den Antrag?“, kommentierte Andreas Mars. Nach den Freien Wählern würden mit dem Antrag keine Tatsachen geschaffen, aber die Formulierung war leider definitiv.

Natürlich hat die Fraktion auch inhaltlich gegen den Antrag gesprochen, Sonja Mars sagte: „Meine ein Jahr alte Tochter kann im Wesentlichen die Wörter ‚wau-wau‘ und ‚brrrrrrrrrr‘ (wenn ein Flugzeug über das Haus fliegt)“. Andreas Swirschuk erinnerte daran, dass mit dem schnelleren Ausbau des Flughafens auch Flächen früher versiegelt werden.

Prüfantrag Zusammenlegung Bauhöfe: Diesem Antrag schloss sich die Fraktion an, er wurde einstimmig ohne Enthaltungen angenommen.

Freigabe von Mitteln für die Umgehungsstraße: Entsprechend ihrer bisherigen Haltung lehnte die GLT auch diese Vorlage als einzige Fraktion ab. „Im Rahmen der vorläufigen Haushaltsführung ist dies nicht möglich“, führte Andreas Mars in Namen der Fraktion aus, was aber die anderen Fraktionen unberührt ließ. Mit Blick auf den gesamten Haushalt ist der Bau der Umgehungsstraße aus Sicht der GLT weiterhin nicht finanzierbar.

Kiesgrube Fa. Philipp Seemann: Dass die Wiederverfüllung nicht funktionieren kann, ist inzwischen weithin bekannt. Entsprechend wurde die Vorlage mit vergleichsweise breiter Mehrheit angenommen.

Bericht zur Gemeindevertretung vom 20. Mai 2016

Hier eine kurze Zusammenfassung der aus unserer Sicht wichtigsten Punkte:

Musikschule: Der Satzungsänderung wurde mit breiter Mehrheit zugestimmt, die Gebührensatzung wurde jedoch erneut kontrovers diskutiert. „Im Vergleich zu den Nachbarkommunen liegen wir mit dieser Erhöhung an der Spitze“, kommentierte Andreas Swirschuk.

Unter Bezug auf die Antwort der Verwaltung auf eine Anfrage der Grünen Liste ergänzte Andreas Mars: „Wir haben bereits gesehen, dass die Teilnehmerzahlen auch ohne Gebührenerhöhung rückläufig sind, mit Erhöhungen noch deutlicher. Wenn die Gemeinde die Musikschule mittelfristig erhalten will, so muss ein anderer Weg zur Kostendeckung gefunden werden, denn sonst dreht sich die Spirale bis zur Schließung der Musikschule weiter.“ Seit 2011 ist trotz regelmäßiger Gebührenerhöhung die Kostendeckung von 90,6% auf 70% (2015) gefallen, die Teilnehmerzahlen sanken in diesem Zeitraum von 278 auf 153. Die Gebührensatzung wurde mehrheitlich mit den Stimmen von CDU, FW und FDP gegen GLT und SPD beschlossen.

Urnenwände in Astheim und Geinsheim: Hier werde „die Pistole auf die Brust gesetzt“, findet Sonja Mars. Es gibt weiterhin kein verbindliches Friedhofskonzept und Einzelmaßnahmen schaffen Fakten. Daher hat die GLT-Fraktion sich enthalten, alle anderen stimmten zu.

Grundstücksverkauf: Der Bürgermeister präsentierte in der Gemeindevertretung weitere Infos. „Auch die neuen Informationen ändern nichts an meiner Meinung, dass 2.000 EUR für 108 qm deutlich zu billig sind“, findet Andreas Mars. Den Vorschlag von Constantin Mussel (CDU), im Falle eines Wiederverkaufs die Gemeinde vertraglich am Gewinn zu beteiligen, stieß auf Zustimmung bei der GLT. Weitere Beratungen werden im Ausschuss erfolgen.

Zum geforderten Personalkonzept der FDP-Fraktion gab es gemischte Resonanz. Grundsätzlich keine schlechte Idee, aber „bereits jetzt über Fremdvergabe nachzudenken, ist das falsche Signal“, befand Andreas Mars. Ein entsprechender Änderungsantrag zur Streichung einer mögliche Fremdvergabe fand keine Mehrheit, so dass die GLT den Antrag ablehnte bzw. sich enthielt, insgesamt wurde er jedoch mehrheitlich angenommen.

„Wir wollen keinen Ausverkauf der Gemeinde“, kommentierte Sonja Mars den mit ‚Veräußerung gemeindeeigener Liegenschaften‘ überschriebenen Antrag der FDP. Darauf wurde betont, dass es sich lediglich um eine Übersichtsliste handle, welche gewünscht werde. Dieser Forderung konnte sich die GLT anschließen.

Wahlergebnisse

Die Grüne Liste Trebur bedankt sich bei ihren Wählerinnen und Wählern, welche den konsequenten Kurs der Fraktion in den letzten fünf Jahren durch ihre Stimme unterstützt haben.

Insgesamt sind wir von unserem Ergebnis enttäuscht. Trotzdem werden wir die sachliche und zielgerichtete Arbeit in der Gemeindevertretung, ihren Ausschüssen und der kommunalen Politik allgemein fortsetzen.

Mit neuen und erfahrenen Gesichtern sehen wir daher der neuen Legislaturperiode zuversichtlich entgegen und freuen uns auf eine konstruktive Arbeit, insbesondere mit den anderen Fraktionen und dem Gemeindevorstand.

Infostände zur Kommunalwahl

Die Infostände der GLT zur kommenden Kommunalwahl:

  • 13. Februar 8h bis 10:30h in Astheim am Bäcker
  • 19. Februar 9h bis 11:30h in Trebur auf dem Markt
  • 20. Februar 10h bis 12h in Geinsheim am EDEKA
  • 27. Februar 9h bis 11h in Geinsheim am EDEKA und anschließend bis 13h in Trebur an den Märkten
  • 5. März 8h bis 10h in Astheim am Bäcker und anschließend bis 12h in Trebur an den Märkten

In Astheim trotzten wir dem eisigen Wetter mit warmen Tee und vielen Informationen:

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Infostand in Astheim