Schottergärten

Es gibt ganz viele Dinge, die wir unbedingt brauchen. Eins gehört sicher nicht dazu: Schottergärten. Oft hört man: „Ich hab keine Zeit für einen Garten, deshalb mache ich es so.“

Aber: Grüne Gärten sind so viel besser für das Mikroklima. Und oft hilft der Biodiversität sogar, wenn man nicht jede Woche alles abschneidet. Daher sind wir der Meinung, dass zukünftig nicht wild versiegelt werden darf. Die Flächen sind viel zu wichtig, um ein paar Tonnen Kies und Stein draufzukippen.

Schwammstadt

Das klingt, als wollten wir ganz Trebur umbauen, damit ein übermächtiges Wesen uns ausdrücken kann. Weit gefehlt!

Das Konzept der Schwammstadt sieht vor, dass starke Regenereignisse abgefedert werden sollen. Das geht mit lokalen Rückhaltebecken, Zisternen, Versickerungsflächen und vielem mehr. Es ist letztlich ein Teil der Städtebaulichen Planung. Deshalb kostet es auch erstmal nichts und kann quasi ab sofort für zukünftige Maßnahmen berücksichtigt werden.

Trinkwasserbrunnen

Die Daseinsvorsorge ist eine kommunale Aufgabe. Hinter dieser vielleicht etwas kryptischen Aussage versteckt sich: Wir müssen die Lebensgrundlage der Menschen erhalten.

Dazu gehört nach unserer Meinung, kostenloses Trinkwasser anzubieten. Das hilft vor allem bei heißen Sommertagen, die Temperaturen etwas erträglicher zu machen – gerade für die vulnerablen Gruppen wie Kinder und ältere Menschen.

Licht und Schatten

… liegen sprichwörtlich nahe beieinander. Wenn es um Lichtverschmutzung geht, ist Schatten bzw. Dunkelheit fast immer besser als Licht.

Wir haben versäumt, unsere Anträge in der letzten Sitzungsrunde hier einzustellen – das möchten wir hiermit gerne nachholen und auch gleich berichten:

  • Der Antrag zur Lichtverschmutzung wurde, bis auf den Punkt des warmweißen Lichts in der anstehenden LED-Umrüstung der Straßenbeleuchtung, in der Sitzung der Gemeindevertretung letzten Freitag beschlossen. Zu diesem einen Punkt warten wir noch den Vorschlag der Überlandwerke ab. Der Beschluss ist gut, denn Lichtverschmutzung ist Umweltverschmutzung.
  • Ein Verkehrskonzept soll kommen – oh, das böse K-Wort. Zumindest in der letzten Legislatur konnte man sicher eine Ablehnung produzieren, wenn „Konzept“ im Titel auftauchte. Puh, diese Wahlperiode ist es nicht ganz so schlimm, aber unser Antrag, zunächst einmal die finanziellen Mittel dafür bereitzustellen (ohne es inhaltlich zu beschließen), ging schon nur knapp durch. Wir hoffen, dass nun die Gewerbesteuereinnahmen so hoch sein werden wie vorhergesagt und die Gemeindevertretung zu der Erkenntnis gelangt, dass ein Konzept mit Umsetzungs- und Finanzierungsplan besser ist als „Ey, da drüben ist ein Schlagloch!“ – „Wo?“ – „Ei, hier. Schick ma den Bauhof!“ – „Nä, der hat anderes zu tun.“ – „Ach so, ist klar.“ Übergreifendes Denken und Planen ist erfahrungsgemäß oft einfach besser als punktuell Feuerwehr spielen.
  • Ein Lastenradverleih könnte helfen, den Verkehr mit Quelle UND Ziel in Trebur zu reduzieren. Leider hat dieser Antrag es nicht geschafft, denn vor allem Freie Wähler und CDU waren dagegen, die SPD enthielt sich überwiegend. Man müsse die Ausleihe organisieren und ‚Trainings‘ anbieten. Selbst wenn – Klimaschutz kommt im Zweifelsfall nicht zum Nulltarif. Aber: Die Station und die Lastenräder würden zu 100% vom Land gefördert. Hier wäre also fast Nulltarif, doch das reicht offenbar nicht.

Nachfolgend noch die Anträge:

Personal in KiTas entfristen

Wir sind gegen prekäre Arbeitsverhältnisse, die von Jahr zu Jahr verlängert werden. Insbesondere dann, wenn absehbar ist, dass dauerhaft Personal gebraucht wird (nur nicht ganz klar ist, in welcher KiTa die Integrationskinder zu betreuen sind). Daher haben wir beantragt, dass die vorhandenen Stellen genutzt werden, um Personal zu entfristen und unbefristete Beschäftigungsverhältnisse zu begründen, wo immer es möglich und sinnvoll ist.