Ein*e Klimamanager*in wird dringend gebraucht

Mit großer Verwunderung nimmt die Grüne Liste Trebur (GLT) die Aussagen der Treburer CDU zur Stelle einer*s Klimamanager*in im gestrigen Echo-Artikel zur Kenntnis.

„Das ist schon ein wenig kurios“, kommentiert Fraktionsvorsitzende Sonja Mars die Aussagen, „die CDU hat im Frühjahr mitten im Stellenbesetzungsverfahren beantragt, die Stelle abzuschaffen, notfalls in der Probezeit zu kündigen. Nachweislich hat eine Person aus dem Kreis der Bewerber*innen deshalb ihre Bewerbung zurückgezogen. Und seien wir ehrlich: Das ist ein Torpedieren eines laufenden Verfahrens.“

Was war passiert? Bereits vor einigen Jahren wurde beschlossen, dass in Trebur eine Stelle für Klimamanagement eingerichtet werden soll. Finanziert wird diese Stelle weit überwiegend aus Fördermitteln. Diese Stelle soll Expertise und Kompetenz bündeln, und alle anderen Fachdienste in der Verwaltung beim Thema Klimaschutz beraten.

Wir meinen: Das ergibt absolut Sinn! Nachdem das Verfahren aufgrund dieses CDU-Torpedos nicht besetzt werden konnte, meint die CDU nun, man brauche sie nicht. „Das ist eine selbsterfüllende Prophezeiung“, meint Andreas Mars, „ohne diesen Querschuss wäre die Stelle besetzt gewesen und könnte jetzt bereits Aufgaben erledigen, die nun leider liegenbleiben.“ Es gibt immer mehr Themen, die den Klimaschutz betreffen. Es gilt, hier Oberwasser zu bekommen und nicht immer nur den Themen hinterherzulaufen. Beispielsweise könnte die Stelle das bereits beschlossene Konzept zur energetischen Sanierung im Quartier umsetzen oder die beschlossene Beratung mit der Landesenergieagentur Hessen vorantreiben. Ein nachhaltiger Klimaschutz bedeutet, unseren Planeten bewohnbar zu halten; für uns, und für die kommenden Generationen.

„Die CDU meint, jede andere Stelle müsse einfach den Klimaschutz mitdenken. Wie das in der Praxis gehen soll? Das ist ungefähr so, wie wenn wir zukünftig keine Erzieher*innen einstellen und dafür jedem Beschäftigten im Rathaus und Bauhof jeweils fünf bis zehn Kinder ins Büro setzen. Die Kinderbetreuung kann dann einfach mitgemacht werden und wir sparen uns die Kindergärten. Ich glaube, das ist keine gute Idee“, vergleicht Sonja Mars.

Die GLT steht zu einer Professionalisierung der Gemeindeverwaltung mit speziellen Stellen für spezielle Aufgaben, flankiert von einer gut ausgestatteten Personalentwicklung und breiten Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Eine Diskussion, welche Aufgaben „noch mitgemacht werden können“, ist bei Weitem nicht mehr zeitgemäß.

Einladung zur Listenaufstellung für die Kommunalwahl 2026

Liebe Freund*innen und Interessierte,
Hiermit möchten wir euch recht herzlich zur offiziellen Listenaufstellung der GLT für die Kommunalwahl am 15. März 2026 einladen.

Wann: 12. November 2025
Wo: Ratssaal, Rathaus (Herrngasse 3, 65468 Trebur)
Zeit: 20:00 Uhr

Tagesordnung:

  1. Begrüßung
  2. Bericht der Fraktion aus der aktuellen Wahlperiode
  3. Beschlussfassung über die Wahlordnung
  4. Wahl einer Versammlungsleitung
  5. Wahl einer Schriftführung
  6. Aufstellung der Wahlvorschlagsliste
  7. Beschluss über die Wahlvorschlagsliste
  8. Wahl der Vertretungspersonen (Vertrauensperson, stv. Vertrauensperson, jeweils eine Ersatzperson)
  9. Verschiedenes

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr euch diesen Termin einrichten könntet und durch eure Teilnahme zu einer lebendigen Listenaufstellung beitragt.

Für die GLT-Fraktion:
Sonja Mars, Fraktionsvorsitzende

Japankäfer in Trebur – Zusammenfassung der Infoveranstaltung

Am Montag, den 01.09.2025 fand im Rathaus Trebur eine Bürgerversammlung zum Thema Japankäfer statt. Vertreter:innen des Regierungspräsidiums Gießen informierten über die aktuelle Situation, mögliche Gefahren und notwendige Maßnahmen.

Was ist der Japankäfer?

Der Japankäfer ist ein ursprünglich aus Japan stammender Schädling. Der Japankäfer ist ein nicht sehr aktives Fluginsekt. Innerhalb der EU wird er als prioritärer Quarantäneschädling mit hohem Schadpotential geführt. In Europa breitet er sich zunehmend aus – nach Gebieten mit Befall in Italien und der Schweiz gibt es seit diesem Jahr auch welche in Baden-Württemberg.
Der Japankäfer sorgt für erhebliche Schäden. Er befällt ca. 400 unterschiedliche Pflanzenarten und schafft es, Pflanzen bis auf die Blattadern wegzufressen (Skelettierfraß). Die Larven ernähren sich von Graswurzeln.

Aussehen: kleiner Käfer (kleiner als ein 1 Cent-Stück), in etwa so groß wie eine Kaffeebohne. Grün schimmernder Kopfteil, kupferfarbene Flügeldecken. 12 weiße Haarbüschel am Hinterteil.

Aktuelle Lage in Trebur

  • Mit Stand Montag 6 Exemplare (1 Ursprungsfund und weitere 5 Käfer in Pheromonfallen). Lt. DNA-Analysen stammen diese aus Italienischer/Schweizer Population.
  • In Trebur wurden eine Allgemeinverfügung und ein Aktionsplan zur Verhinderung der Ansiedlung und Ausbreitung des Japankäfers erlassen.
  • Ziel ist die Tilgung des Schädlings und die Verhinderung weiterer Ausbreitung.

Um den Erstfund befindet sich die sog. Befallszone mit einem Radius von 1 km. Daran schließt sich eine Pufferzone mit einem Radius von 5 km an.

Innerhalb der Befallszone gilt ein Bewässerungsverbot von Rasen- und Grasflächen in der Zeit der Flugperiode des Käfers vom 01.06. bis zum 30.09., um die Entwicklung der Larven zu verhindern. Ebenfalls während der Flugperiode ist die Verbringung von unbehandeltem Grüngut verboten. Ganzjährig müssen Fahrzeuge und Geräte zur Bodenbearbeitung gereinigt werden, um die Verschleppung von Eiern, Larven und Puppen zu verhindern. Ebenfalls ganzjährig gilt ein Verbot zur Verbringung von Oberboden (bis 30 cm). Während der Flugperiode müssen Ernteprodukte kontrolliert werden, um die Verschleppung der Käfer zu verhindern. Während der Flugperiode gilt außerdem eine Überwachungspflicht für Unternehmer.

Die Gemeinde Trebur bittet darum, sonstige Gartenabfälle bis auf Weiteres, voraussichtlich bis Ende September, im Garten zu lagern. Die betroffenen Kommunen arbeiten in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium kurzfristig an einer Lösung für die Entsorgung von Grünschnitt aus der Kern- und Pufferzone. Die Grünabfallplätze der Gemeinde Trebur (alle Ortsteile) sind bis auf Weiteres geschlossen. Näheres unter https://trebur.de/leben-in-trebur/japankaefer.html

Die Biomülltonne wird weiterhin im entsprechenden Rhythmus eingesammelt. Es ist aber darauf zu achten, dass nur kleingehäckseltes Material (kleiner als 5 cm) oder mit dem Mäher ausreichend zerkleinerter Rasenschnitt in der Tonne entsorgt werden.

Wie kann man darüber hinaus mithelfen?

  • Beobachten: Eigene Gärten und Pflanzen auf Käferbefall prüfen. Ebenso Pflanzen und Sträucher bei Spaziergängen prüfen.
  • Melden: Verdächtige Funde sofort an das Regierungspräsidium Gießen melden, Fotos an psd-pflanzengesundheit@rpgi.hessen.de.
  • Mithelfen: Keine Pflanzen oder Erde aus der Befallszone heraus transportieren.

Unser Fazit

Die Infoveranstaltung hat gezeigt: Das Thema wird uns in Trebur noch eine Weile beschäftigen.
Wir als Grüne Liste Trebur setzen uns dafür ein, dass Maßnahmen zum Schutz von Natur und Landwirtschaft konsequent umgesetzt werden – und dass Bürger:innen gut informiert sind.

👉 Eine Übersicht mit weiteren Informationen und Ansprechpartner:innen finden Sie auf der Website des Regierungspräsidiums Gießen: https://pflanzenschutzdienst.rp-giessen.de/pflanzengesundheit/amtliche-erhebungen/der-japankaefer-popillia-japonica/

Frag den GLT-Andi

Andi erläutert die tiefsten Tiefen der Kommunalpolitik. Was wolltet ihr schon immer mal wissen? Wer entscheidet was, wie funktioniert eine Gemeinde und wie stehen die Gremien zueinander?

Stellt gerne eure Fragen und beteiligt euch an der Diskussion! Hier sind unsere Videos, die inzwischen auch den Weg nach Youtube gefunden haben.

Natürlich findet ihr die Videos auch auf Facebook oder Insta unter unserem Account @gltrebur.

Kinder und Jugendliche in die Kommunalpolitik einbeziehen

Politik vor Ort betrifft uns alle – und gerade Kinder und Jugendliche spüren die Auswirkungen oft sehr direkt. Ob es um sichere Schulwege, Treffpunkte für junge Menschen, Sportplätze, Spielgeräte oder den öffentlichen Nahverkehr geht: Viele Entscheidungen der Gemeindevertretung bestimmen ganz konkret den Alltag von jungen Treburer:innen.

Darum ist es uns als Grüne Liste Trebur wichtig, Kinder und Jugendliche frühzeitig und aktiv einzubeziehen. Demokratie lebt davon, dass alle Generationen mitreden können – auch diejenigen, die noch nicht wählen dürfen.

Die gesetzliche Grundlage liefert die Hessische Gemeindeordnung (HGO). Diese verpflichtet die Gemeinden, Kinder und Jugendliche bei Planungen und Entscheidungen zu beteiligen, soweit ihre Interessen berührt sind.

§ 4c HGO – Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

  • „Kinder und Jugendliche sind bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise zu beteiligen.“
  • Die Gemeindevertretung kann dafür auch besondere Verfahren oder Institutionen einrichten (z. B. Jugendforen, Beauftragte, Beiräte).

Eine Pflicht zur Beteiligung gibt es grundsätzlich – ABER die konkrete Ausgestaltung ist den Gemeinden freigestellt.

Für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Drei zentrale Modelle sind:

👤 Kinder- und Jugendbeauftragte:r

Eine Person, die von der Gemeinde bestimmt wird und sich speziell für die Belange von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Sie vermittelt zwischen jungen Menschen, Verwaltung und Politik. Vorteil: feste Ansprechperson, niedrigschwelliger Zugang.

👥 Kinder- und Jugendbeirat

Ein gewähltes oder berufenes Gremium, das die Interessen von Kindern und Jugendlichen bündelt. Der Beirat kann Empfehlungen abgeben, eigene Projekte anstoßen und regelmäßig in den Gemeindegremien berichten. Vorteil: Mehrköpfige Vertretung, dadurch breiter aufgestellt.

🗳️ Kinder- und Jugendparlament

Ein formal gewähltes Gremium, ähnlich einer kleinen „Gemeindevertretung“ für junge Menschen. Hier werden eigene Sitzungen durchgeführt, Anträge formuliert und Beschlüsse gefasst, die in die „große Politik“ einfließen können. Vorteil: hohe Eigenständigkeit und demokratische Legitimation.

Unser Ziel in Trebur

Ein Kinder- und Jugendparlament ist die stärkste Form der Beteiligung.
Es verbindet Demokratiebildung von Anfang an mit echter Mitwirkung und sorgt dafür, dass die nächste Generation nicht nur über Trebur redet – sondern es aktiv mitgestaltet. Es ist keine „symbolische Beteiligung“, sondern eine verbindliche Stimme, und damit ein Gewinn für Trebur. Wir wollen, dass damit die Stimmen von Kindern und Jugendlichen nicht nur gehört, sondern auch ernst genommen werden. Nur so schaffen wir ein Trebur, das auch für die nächste Generation lebenswert bleibt.

Kreisvolkshochschule

Wer von euch kennt das Angebot der Kreisvolkshochschule (KVHS)? Hand aufs Herz!

Wer jetzt nicht sofort sagt: „Ich kenne alles!“, dem können wir empfehlen, nach der Sommerpause dem Ausschuss für Soziales einen Besuch abzustatten: Es kommt der Leiter der KVHS, stellt das Angebot vor und ist explizit offen für Wünsche und Anregungen. Kommt also vorbei, informiert euch und wünscht euch was!

Bücherbus

Seit dem Brand im Bürgerhaus Astheim gibt es keine gemeindliche Bücherei bzw. deren Zweigstelle mehr in Astheim. Das finden wir mehr als schade, denn Astheim hat mehr verdient.

Durch die Bücherei selbst wurde vorgeschlagen, einen Bücherbus anzuschaffen. Damit könnten wir nicht nur Astheim versorgen, sondern auch KiTas, Schulen, Volksfeste und noch vieles mehr besuchen und die Bücherei präsentieren.

Die dafür notwendigen Investitionen soll unser Antrag reservieren.

Ergebnis: Abgelehnt.

Energieberatung

Kennt ihr das auch? Es wird alles teurer. Vor allem Strom, Gas und Öl. Selbst diejenigen, die schon eine Wärmepumpe haben, zahlen mehr.

Die Lösung ist: Genauer hinsehen. Was vermeintlich viel Geld kostet, geht ja sogar unentgeltlich. Durch die Landesenergieagentur LEA wird angeboten, dass ein*e Expert*in vor Ort kommt und das Gebäude unter die Lupe nimmt. Im Ergebnis gibt es dann Empfehlungen, die umgesetzt werden können – aber nicht müssen.

Es braucht natürlich einen Antrag der Gemeinde, damit das ermöglicht werden kann. Hier ist er!

Waldmanagement: Nachhaltig und gefördert

Es gibt ein Förderprogramm, mit dem die nachhaltige Waldbewirtschaftung gefördert wird. Da die Gemeinde Trebur weiterhin über große Mengen an Waldfläche verfügt, ist das für uns besonders interessant.

Wir möchten daher gerne noch etwas mehr machen, und wir freuen uns darüber, dass unser neuer Dienstleister genau in diese Richtung agiert!