Kinder und Jugendliche in die Kommunalpolitik einbeziehen

Politik vor Ort betrifft uns alle – und gerade Kinder und Jugendliche spüren die Auswirkungen oft sehr direkt. Ob es um sichere Schulwege, Treffpunkte für junge Menschen, Sportplätze, Spielgeräte oder den öffentlichen Nahverkehr geht: Viele Entscheidungen der Gemeindevertretung bestimmen ganz konkret den Alltag von jungen Treburer:innen.

Darum ist es uns als Grüne Liste Trebur wichtig, Kinder und Jugendliche frühzeitig und aktiv einzubeziehen. Demokratie lebt davon, dass alle Generationen mitreden können – auch diejenigen, die noch nicht wählen dürfen.

Die gesetzliche Grundlage liefert die Hessische Gemeindeordnung (HGO). Diese verpflichtet die Gemeinden, Kinder und Jugendliche bei Planungen und Entscheidungen zu beteiligen, soweit ihre Interessen berührt sind.

§ 4c HGO – Beteiligung von Kindern und Jugendlichen

  • „Kinder und Jugendliche sind bei Planungen und Vorhaben, die ihre Interessen berühren, in angemessener Weise zu beteiligen.“
  • Die Gemeindevertretung kann dafür auch besondere Verfahren oder Institutionen einrichten (z. B. Jugendforen, Beauftragte, Beiräte).

Eine Pflicht zur Beteiligung gibt es grundsätzlich – ABER die konkrete Ausgestaltung ist den Gemeinden freigestellt.

Für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Drei zentrale Modelle sind:

👤 Kinder- und Jugendbeauftragte:r

Eine Person, die von der Gemeinde bestimmt wird und sich speziell für die Belange von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Sie vermittelt zwischen jungen Menschen, Verwaltung und Politik. Vorteil: feste Ansprechperson, niedrigschwelliger Zugang.

👥 Kinder- und Jugendbeirat

Ein gewähltes oder berufenes Gremium, das die Interessen von Kindern und Jugendlichen bündelt. Der Beirat kann Empfehlungen abgeben, eigene Projekte anstoßen und regelmäßig in den Gemeindegremien berichten. Vorteil: Mehrköpfige Vertretung, dadurch breiter aufgestellt.

🗳️ Kinder- und Jugendparlament

Ein formal gewähltes Gremium, ähnlich einer kleinen „Gemeindevertretung“ für junge Menschen. Hier werden eigene Sitzungen durchgeführt, Anträge formuliert und Beschlüsse gefasst, die in die „große Politik“ einfließen können. Vorteil: hohe Eigenständigkeit und demokratische Legitimation.

Unser Ziel in Trebur

Ein Kinder- und Jugendparlament ist die stärkste Form der Beteiligung.
Es verbindet Demokratiebildung von Anfang an mit echter Mitwirkung und sorgt dafür, dass die nächste Generation nicht nur über Trebur redet – sondern es aktiv mitgestaltet. Es ist keine „symbolische Beteiligung“, sondern eine verbindliche Stimme, und damit ein Gewinn für Trebur. Wir wollen, dass damit die Stimmen von Kindern und Jugendlichen nicht nur gehört, sondern auch ernst genommen werden. Nur so schaffen wir ein Trebur, das auch für die nächste Generation lebenswert bleibt.

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